Viviens Adventskalender Tür 5 05.12.2016 Autoscooter am Blechen Carré

Autoscooter

Es ist seit eh und je beliebt. Beim Autoscooter kann man mal wild umherfahren ohne von der Polizei angehalten zu werden. Gegenüber vom Blechencarré habe ich Jenny aus Forst getroffen. Jenny ist die Enkeltochter von Frau Krämer, die zusammen mit ihrem Mann das Fahrgeschäft betreibt. Sie sind Schausteller, leben als Schausteller und das schon seit 1970.

Mit nur einem Fahrgeschäft verdienen sie ihr Brot. Dabei ist der größte Aufwand der Aufbau, der ganze 3 Tage beansprucht, sagt mir Frau Krämer. Der Abbau hingegen braucht „nur“ 7 Stunden. Für diese Zeit haben sie fleißige Helfer an Bord.

Jenny und ihre Oma sitzen direkt an der Kasse und so lade ich Jenny dazu ein, mit mir in einem Auto Platz zu nehmen um ein Foto zu machen. Dabei erzählt sie mir, das sie gerade aus der Berufsschule kommt. Jeden Nachmittag hilft sie dann den Großeltern. „Ich war schon immer dabei und bin auf dem Rummel aufgewachsen.“ Und sie scheint wirklich erwachsen wenn sie sagt, sie möchte das Fahrgeschäft später übernehmen. Kein leichter Job aus meiner Sicht. Ich habe selbst in einem Familienunternehmen gearbeitet und bin in die Modewelt und den Verkauf reingewachsen. Es ist eine schöne familiäre Atmosphäre, aber manchmal vergisst man sich zu fragen, was hätte ich sonst gemacht? Doch bei den Leuten auf dem Rummel scheint es anderes zu sein. Sie wollen genau dieses Leben. Auf die Frage warum sich Familie Krämer für den Cottbuser Weihnachtsmarkt entschieden hat meinte sie „Weil es der längste Weihnachtsarkt ist“. Verständlich bei den langen Auf- und Abbauzeiten. Und als ich sie frage was ihr besonders viel Spaß macht, lächelt sie und sagt: "Eigentlich alles, vor allem wenn's läuft."

Mein Tipp: Dreht doch mal eine Runde Autoscooter und fühlt euch wieder wild und frei wie ein Kind.

Ich wünsche Familie Krämer alles Gute, das sich viele Autos bewegen und Jenny wünsche ich viel Erfolg bei ihrer Berufsausbildung.


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